Die regelmäßige, tägliche Hautpflege ist der wichtigste Faktor, um die Haut gesund zu halten und ein Aufflackern der Krankheit zu vermeiden. Viele Fachleute empfehlen eine "umfassende Emollientia-Therapie". Dahinter steht der Gedanke, dass die Haut vor Seife und Reinigungsmitteln soweit wie möglich geschützt und möglichst oft mit Emollientia behandelt werden sollte.
Die Anwendung lindernder Externa (Medikamente zur äußeren Anwendung) bei einem leidenden Baby kann sehr schwierig sein. Die Baby-Tauchmethode ("baby-dip technique") wurde von den Eltern eines Säuglings mit Neurodermitis erdacht, um dieses Problem zu überwinden. Anstatt die Creme auf das Baby aufzutragen, wird sie in einen Strampelanzug gegossen. Dann wird der Säugling von oben in den Strampler geführt, und die Creme kann nun durch Ausüben leichten Drucks (auf den Anzug) sanft in die Haut des Säuglings einmassiert werden.
Eine umfassende Emollientia-Therapie erfordert ziemlich viel Organisation. Da gibt es wichtige praktische Probleme, zum Beispiel "Wie wasche ich mir die Haare, ohne dass das Ekzem schlimmer wird?" oder "Wie kann ich immer einen kleinen Vorrat an Emollientia für den Tagesbedarf dabei haben?" Die folgenden Praxistipps stammen aus der Erfahrung von Patienten und Patientengruppen:
Mit der Zeit lernen viele Patienten und auch ihre Familien, welche Faktoren für sie am schlimmsten sind, und ergreifen Maßnahmen, um sie in Zukunft zu vermeiden. Jeder Mensch reagiert auf andere Reizstoffe, daher lässt sich keine allgemeingültige Liste aufstellen, aber hier sind ein paar Punkte, auf die es sich zu achten lohnt:
Die regelmäßige, tägliche Hautpflege ist der wichtigste Faktor, um die Haut gesund zu halten und ein Aufflackern der Krankheit zu vermeiden. Viele Fachleute empfehlen eine "umfassende Emollientia-Therapie". Dahinter steht der Gedanke, dass die Haut vor Seife und Reinigungsmitteln soweit wie möglich geschützt und möglichst oft mit Emollientia behandelt werden sollte.
Kratzen oder reiben Sie Ihre Haut möglichst nicht. Kurze und saubere Fingernägel sind wichtig.
Durch das Tragen von Baumwollfäustlingen und -socken lässt sich das nächtliche Kratzen verhindern.
Denken Sie sich etwas aus, wie Sie Ihre Kinder ablenken, wenn diese sich besondern gerne kratzen (dies ist wirksamer, als Ihnen das Kratzen zu verbieten).
Schützen Sie Ihre Haut vor Reizstoffen und rauer Kleidung. Für Bettwäsche und Bekleidung ist Baumwolle am besten geeignet. Schlecht sind Wolle, Pelze und Kunstfasern direkt auf der Haut. Nehmen Sie zum Waschen von Kleidung und Bettwäsche keine biologischen Waschmittel, ein zusätzlicher Spülgang ist zu empfehlen. Stärken Sie Ihre Wäsche nicht und vermeiden Sie den Gebrauch von Weichspülmitteln.
Sorgen Sie für eine kühle und stabile Zimmertemperatur, die Luftfeuchtigkeit sollte konstant sein.
Setzen Sie sich möglichst wenig dem Kontakt mit Pollen, Tierhaaren und Zigarettenrauch aus.
Kontakt mit Hausstaubmilben sollte vermieden werden.
Stecken Sie Ihre Matratze in eine Plastikhülle und wischen Sie diese einmal in der Woche feucht ab.
Reinigen Sie Teppiche, Betten und Stoffmöbel jede Woche mit dem Staubsauger.
Legen Sie Kleidungsstücke nicht auf dem Teppich ab.
Kopfkissen mit Kunststofffüllung sind besser als solche mit Feder- oder Daunenfüllung.
Stofftiere sollten regelmäßig bei höheren Temperaturen (> 50°C) gewaschen werden.
Wischen Sie in der ganze Wohnung/dem ganzen Haus einmal in der Woche feucht Staub.
Ersetzen Sie Teppiche wenn möglich durch harte Bodenbeläge
Lernen Sie, die Anzeichen von Hautinfektionen zu erkennen. Dazu gehören Pusteln (kleine Eiterpickelchen) auf Armen und Beinen, nässende Flächen oder verkrustete, gelbe Bläschen. Sobald diese auftreten, sollten Sie sofort mit der Behandlung beginnen.
Erkennen Sie Stress und versuchen Sie, die Ursachen von Stress zu vermeiden.