Gründe für Psoriasis

Auch wenn viele Dinge, die im Verlauf einer Psoriasis geschehen, bekannt sind, so ist die genaue Ursache der Krankheit noch nicht völlig geklärt.

Viele Jahre glaubte man, dass Psoriasis durch eine epidermale Hyperproliferation (zu schnelles Wachstum der Hautzellen) verursacht wird - denn die Haut kann an den psoriatischen Plaques bis zu 16mal dicker sein als normal.

Die Forschung hat gezeigt, dass die Hautzellen von Psoriatikern verglichen mit gesunden Menschen wesentlich schneller reifen. In der untersten Schicht (Stratum basale) der Epidermis werden ständig Hautzellen gebildet, die allmählich nach oben zum Stratum corneum (der obersten Hautschicht) wandern. Die Hautzellen in der obersten Schicht sind abgeflacht und abgestorben, aber sie bilden eine Schutzschicht über den von unten nachwachsenden Zellen.

Die Zellen auf der Oberfläche werden allmählich abgestoßen. Dieser ganze Prozess aus Zellbildung und -wanderung an die Oberfläche dauert beim gesunden Menschen 28-44 Tage. Bei Psoriasis-Patienten ist der Zeitraum wesentlich kürzer, teilweise beträgt er sogar nur vier Tage.

Stellen Sie sich die Haut wie ein Fliessband vor, das plötzlich 7-10 mal schneller läuft als sonst, und Sie können dann quasi sehen, wie die Endprodukte (die Hautzellen) sich am Ende des Bandes zu stapeln beginnen.

Neuere Forschungen zeigen, dass auch das körpereigene Immunsystem eine Rolle bei der Psoriasisentwicklung spielt.

Psoriasis wird NICHT ausgelöst durch: Allergien, Mangelernährung, übermäßiges Essen oder nervöse Anspannung.

Psoriasis hat die Tendenz, familiär aufzutreten. Es scheint also eine genetische Komponente zu geben. Wenn einer der beiden Eltern eine Psoriasis hat, bedeutet dies jedoch nicht, dass nun auch das Kind "automatisch" diese Krankheit bekommt. (Genauso wenig heißt es aber auch, dass Kinder von Eltern ohne Psoriasis nicht doch an der Schuppenflechte erkranken können.) Es drückt einfach nur aus, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist. Die Experten sind mittlerweile der Meinung, dass manche Menschen eine genetische Veranlagung für Psoriasis haben. Die Krankheit bricht aber nur dann aus, wenn sie von einem oder mehreren anderen Faktoren ausgelöst wird ("getriggert").

Triggerfaktoren

  • Lokale Hautreizungen oder -verletzungen (durch Reiben oder Kratzen, Chemikalien oder ultraviolettes Licht)
  • Infektionen - vor allem Hals-Rachenentzündungen mit Streptokokken
  • Rezeptpflichtige Medikamente (z.B. Beta(rezeptoren)-Blocker, Lithium, Indometacin und Malariamittel)
  • Psychischer Stress
  • Hormonveränderungen
  • Alkohol
  • Rauchen

Ein Aufenthalt im natürlichen Sonnenlicht bessert die Psoriasis in der Regel. Bei einer kleinen Zahl Betroffener kann jedoch auch eine Verschlechterung ihres Zustands durch Sonneneinwirkung auftreten.

Psoriasis wird während einer Schwangerschaft in der Regel besser, die Gründe dafür sind jedoch noch nicht geklärt.

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