Scroll top icon

    Neurodermitis & Ernährung

    Wer sich ein Patentrezept für seine Neurodermitis Ernährung erhofft, der wird enttäuscht werden – das gibt es nicht. Denn so individuell sich eine Neurodermitis auf der Haut zeigt und so individuell wie sie als chronische Hautkrankheit verläuft, so individuell fällt auch die Ernährung aus.

    Ernährung & Neurodermitis: das sollten Sie wissen!

    Die Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine der am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen. Sie ist nicht ansteckend. Die entzündliche Erkrankung der Haut, die bislang noch nicht heilbar ist, verläuft chronisch oder sich chronisch-wiederholend: Die Neurodermitis tritt in Schüben auf, was bedeutet, dass auf nahezu beschwerdefreie immer wieder symptomatische Zeiten folgen. Die Hauterkrankung zeigt sich verschieden – an unterschiedlichen Körperstellen und in verschiedenen Schweregraden. Besonders belastend ist der oft sehr stark ausgeprägte Juckreiz.

     

    Ernährung ist ein Faktor, der die Neurodermitis individuell beeinflusst

    Ein Neurodermitis-Schub wird häufig von bestimmten Faktoren ausgelöst (sogenannter Trigger) oder von diesen verstärkt. Welcher Trigger die Neurodermitis wie beeinflusst, ist von Person zu Person unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, dass man seine individuellen Trigger

    1. identifiziert und
    2. anschließend möglichst meidet.

    Gut zu wissen ist zudem, dass Trigger nicht manifest sein müssen: Im Laufe des Lebens mit Neurodermitis kann sich ein früherer Trigger später als nicht mehr triggernd herausstellen und umgekehrt.

    Neben

    • Umweltfaktoren wie Hitze, Kälte, Sonnenlicht (UV-Strahlung),
    • reibender, kratzender und/oder kitzelnder Kleidung (Wolle),
    • Chemikalien in Hautpflegeprodukten, dekorativer Kosmetik und auch in Waschmitteln

    spielt auch die Ernährung eine triggernde Rolle für den individuellen Verlauf der Neurodermitis. Deshalb sollte die Ernährung Bestandteil der passgenau auf die Person mit Neurodermitis zugeschnittene Behandlung sein.

    5 allgemein gültige Hinweise zur Ernährung bei Neurodermitis

    Bei aller Individualität der Neurodermitis haben sich als Erfahrungswerte vieler Betroffener fünf Dinge als allgemeingültig für die Ernährung bei Neurodermitis herausgestellt:

    1. Man weiß inzwischen, dass viele Infekte Neurodermitis-Schübe triggern können. Wer sich ausgewogen ernährt, stärkt seinen Körper und die körpereigene Abwehr. Ein starkes Abwehrsystem (Immunsystem) wehrt Auslöser von Infekten besser ab als ein geschwächtes.
    2. Bestimmte Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Alkohol, Kaffee und starke, scharfe Gewürze fördern die Durchblutung der Haut – das kann bei Neurodermitiker*innen den ohnehin oft unerträglichen Juckreiz noch steigern.
    3. Schnell resorbierbarer Zucker (Saccharose), wie er zum Beispiel in Süßigkeiten, Weißmehlprodukten und vielen Fertigmahlzeiten steckt, ist bekannt dafür, dass er entzündliche Prozesse im Körper fördert.
    4. Über bestimmte Stoffe in Nahrungsmitteln, darunter Antioxidantien (unter anderem in Obst und Gemüsen) und Omega-3-Fettsäuren (unter anderem in Leinöl), weiß man, dass sie entzündungshemmend wirken,
    5. Die Haut ist unser flächengrößtes Organ und ein enormer Wasserspeicher, etwa ein Drittel der Wassermenge des Körpers steckt in ihr. Die Feuchtigkeit spielt eine große Rolle für die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit der Haut – als Stoffwechselorgan (Schwitzen) ebenso wie als Schutzorgan (natürliche Hautbarriere). Beides funktioniert umso besser, je gesünder die Haut ist. Deshalb ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von großer Wichtigkeit.

     

    So finden Sie heraus, welche Nahrungsmittel die Neurodermitis triggern

    Das Ziel für die Ernährung bei Neurodermitis ist es, Abwechslung und Ausgewogenheit auf dem Teller zu erreichen. Und dabei nur auf triggernde Nahrungsmittel zu verzichten. Um die Nahrungsmittel, die die individuelle Neurodermitis anschieben, zu identifizieren, sollten Betroffene beziehungsweise die Eltern betroffener Kinder, systematisch vorgehen. Der Aufwand lohnt sich!

    Triggernde Nahrungsmittel finden mit der Auslassdiät

    Bei der sogenannten Auslassdiät (alternativ: Eliminierungsdiät) werden über mehrere Tage bis Wochen zunächst nur Lebensmittel verzehrt, die Menschen mit Neurodermitis erfahrungsgemäß gut vertragen (siehe Tabelle unten). Anschließend kommen nach und nach einzelne Lebensmittel auf den Speiseplan, die als häufig unverträglich gelten (siehe Tabelle unten). Dabei ist die Reaktion der Haut zu beobachten. Reagiert die Haut auffällig, spricht das dafür, dass das „getestete“ Lebensmittel die Neurodermitis anschiebt. Das Dokumentieren der Hautreaktion gelingt bestenfalls mit einem sogenannten Ernährungstagebuch.

    Die Auslassdiät ist besonders dann hilfreich, wenn bereits bestimmte Lebensmittel verdächtigt werden, der Neurodermitis Anschub zu leisten.

    Liste häufig verträglicher und häufig unverträglicher Nahrungsmittel bei Neurodermitis

     

    Im Folgenden sind Nahrungsmittel gruppenweise aufgeführt, die

    • entweder häufig als verträglich
    • oder häufig als unverträglich

    genannt wurden, wenn Neurodermitiker*innen nach ihren individuellen Erfahrungen zur richtigen Neurodermitis Ernährung befragt wurden.

     

    Nahrungsmittel-Gruppe Häufig verträglich  Häufig unverträglich
    Grundnahrungsmittel Brot, Kartoffeln und Getreideprodukte wie Müsli, Couscous, Reis aus Amaranth, Buchweizen, Dinkel, Hafer, Hirse, Quinoa Brot und Getreideprodukte wie Müsli und Pizzen aus Weizen oder Roggen, Soja (Tofu)
    Snacks & Co. Trockenfrüchte ohne Zuckerzusatz, Reiswaffeln vorgefertigte Backwaren und Süßigkeiten (mit Einfachzucker, Farbstoff)
    Süßungsmittel in geringen Mengen: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig, Zucker -
    Obst süßes Obst, darunter Äpfel, Heidelbeeren, Mango, Wassermelone, seltener: Bananen, Birnen saures Obst, darunter Erdbeeren, Johannisbeeren, Kiwis, Pfirsiche, Stachelbeeren und sämtliche Zitrusfrüchte
    Gemüse Blattsalate, Kohl, Brokkoli, Kürbis, Mais, Mangold, Pilze, Rote Bete, Salatgurke, Spargel, Zucchini, seltener: Paprika (möglichst ohne Haut), Spinat, Hülsenfrüchte Auberginen, Karotten, Knoblauch, Rhabarber, Rettich, Sauerkraut, Sellerie, Sojabohnen, Tomaten, Zwiebeln, Konserviertes, Eingelegtes, Keime und Sprossen
    Kräuter & Gewürze milde Kräuter und Gewürze scharfe Kräuter und Gewürze (Schnittlauch, Pfeffer, Curry, Chili)
    Nüsse, Kerne & Samen Mandeln, Pinienkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse
    Fette & Öle pflanzliche Margarine, kaltgepresstes, unraffiniertes Pflanzenöl (Leinöl), ungehärtetes Kokosfett Nussöle, tierische Butter und Schmalz
    Getränke Wasser, Grüner Tee und Kräutertee, Reisdrink, Apfelschorle Roter Tee und Früchtetee, Schwarztee, Softdrinks, Kaffee, Kakao, Alkohol
    Fisch & Meeresfrüchte - Fisch und Meeresfrüchte
    Fleisch und Wurst Fleisch von Huhn, Lamm, Pute, Rind Schweineprodukte, verarbeitete Wurstwaren mit verstecktem Einfachzucker, mit scharfen Gewürzen, Farbstoffen, mit künstlichen Aromen oder mit Konservierungsstoffen
    Milch & Milchprodukte in geringen Mengen Milch, fermentierte Milchprodukte (Joghurt, Kefir, Käse) von Kuh, Schaf, Ziege Käse mit langer Reifezeit (Parmesan, Cheddar), Schimmelkäse, Weichkäse wie Camembert, gesüßte Milchspeisen und -getränke
    Eier - Hühnereier

    *Angaben ohne Gewähr // Quelle: ndr.de

    Neurodermitis und Lebensmittelallergien - wie hängen sie zusammen?

    Die Neurodermitis kann von Nahrungsmitteln verschlimmert werden. Dabei unterscheidet man echte allergische Reaktionen und nicht-allergische Reaktionen: 

    • Eine echte Allergie auf Nahrungsmittel, unter Beteiligung von sogenannten IgE-Antikörpern, kann die Neurodermitis anschieben. Dabei handelt es sich um eine von Antikörpern des Typs Immunglobulin E (IgE) vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegen bestimmte natürliche oder künstlich zugesetzte Bestandteile der Nahrung. Reagiert die Haut der Person mit Neurodermitis überempfindlich auf bestimmte Stoffe (sogenannte Allergene), spricht man von einer echten Nahrungsmittelallergie. Wer nachweislich an einer solchen leidet, sollte die bekannten Allergene möglichst meiden, auf die er allergisch reagiert. Bei Menschen mit Neurodermitis ist das häufig der Stoff Histamin.

    Histamin ist ein bekannter Neurodermitis-Trigger

    Histamin gilt als einer der Risikofaktoren bei Neurodermitis. Viele Neurodermitiker*innen erleben insbesondere nach dem Verzehr histaminreicher Lebensmittel einen Neurodermitis-Schub. Um Histamin als Risikofaktor für Neurodermitis auszuschließen, ist es daher ratsam, eine histaminarme bis histaminfreie Ernährung anzustreben.

    Das ist jedoch nicht so einfach, denn das biogene Amin Histamin steckt in geringer Menge in nahezu allen Lebensmitteln. Es entsteht beim Abbau und Umbau von Eiweiß (Protein). Zugleich ist Histamin ein sogenanntes Gewebehormon, das der Körper selbst produziert – insbesondere dann, wenn im Körper Entzündungen im Gange sind. Problematisch ist nicht nur, dass Histamin in vielen Speisen und Getränken steckt, sondern dass es hitzebeständig ist, also auch nach dem Kochen und Backen nicht an Wirkung verliert. Eine Histaminintoleranz lässt sich sehr gut mit einer Auslassdiät (siehe oben) nachweisen.

    Bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper Histamin in großer Menge aus. Das kann dort, wo es ausgeschüttet wird, zum Beispiel auf der Haut, zu

    • Rötungen,
    • Quaddeln,
    • Ekzemen
    • und/oder Nesselsucht

    führen.

    Außerdem ist Histamin stark an der Entstehung von Juckreiz beteiligt. Der ist einerseits ein positiv zu bewertendes Signal der Haut dafür, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Andererseits reagieren die Betroffenen auf das Jucken mit Kratzen, was die Hautgesundheit seinerseits beeinträchtigt: Die Haut nimmt beim Kratzen Schaden und damit ist auch die natürliche Hautbarriere (Hautschutz) gestört, so dass über die Wunden Mikroorganismen, darunter solche mit allergischem Potential, eindringen und neue Entzündungen verursachen, die wieder mit Jucken einhergehen – der Kratz-Juck-Kratz-Kreislauf hat sich geschlossen und ist nur schwer zu durchbrechen.

     

    Juck-Kratz-Kreislauf durchbrechen mit Mavena

    Ein Zuviel an Histamin, beispielsweise aufgenommen über histaminreiche Nahrungsmittel, kann zu einer Histaminintoleranz führen.

    • Eine von Pollen-assoziierte Kreuzallergie auf Nahrungsmittel findet sich bei vielen erwachsenen Neurodermitiker*innen: Eine erhebliche Zahl davon leidet auch an Heuschnupfen-Symptomen.

     

     

    Viele Neurodermitiker leiden an Heuschnupfen-Symptomen

    Viele auf bestimmte Pollen allergisch reagierende Menschen reagieren ähnlich allergisch auch auf Nahrungsmittel, die den Pollen strukturverwandt sind. Es handelt sich um eine sogenannte kreuzallergische Reaktion. So reagieren Birkenpollen-Allergiker*innen zum Beispiel oft mit Allgemeinsymptomen, wenn sie Haselnüsse, Mandeln, Äpfel, Birnen, Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Litschis, Kirschen, Kiwi, Pfirsiche, Quitten oder Zwetschgen verzehren.

    Die Unverträglichkeit des Nahrungsmittels zeigt sich zum Beispiel mit Symptomen im Mund- und Rachenraum sowie im Verdauungstrakt. Bei Menschen mit Neurodermitis führen solche Kreuzallergien zudem zu einem verschlechterten Hautbild.

    • Bei Personen mit Neurodermitis reagiert die Haut laut Berichten von Betroffenen mitunter auch auf natürliche oder künstliche Inhaltsstoffevon Lebensmitteln – ohne dass IgE-Antikörper eine Rolle dabei spielen. Man spricht dann von einer Pseudoallergie.

    Laut Betroffenen werde die Pseudoallergie von

    • natürlichen Inhaltsstoffe von Lebensmitteln wie Salicyl- und Benzoesäure oder Aromastoffen in Tomaten und Gewürzen
    • ebenso wie von künstlichen Zusatzstoffen wie Azofarben und anderen Farbstoffen sowie Konservierungsstoffen ausgelöst. Auch Geschmacksverstärker, Zitronensäure und Zitrusfrüchte werden als Auslöser genannt.

    Wobei es dafür noch keine Evidenz-basierten Studien gibt.

    Fazit zur richtigen Ernährung bei Neurodermitis

    In Menschen mit Neurodermitis weckt die Aussicht Hoffnung, die Hauterkrankung mit der Ernährung gezielt beeinflussen zu können. Denn das macht die Neurodermitis zumindest teilweise kontrollierbar, man fühlt sich ihr weniger hilflos ausgeliefert. Allerdings sollten sich Betroffene bewusst machen, dass es keine Wunderkur gibt, die Allen hilft. Vielmehr ist auch die richtige Ernährung bei Neurodermitis eine individuelle Lösung. Sie zu finden, ist ein lebenslanger Prozess mit Fort- und Rückschritten. Was eine Person mit Neurodermitis verträgt, bereitet dem Anderen möglicherweise Beschwerden.

    Aber auch Ihre Haut möchte "ernährt" werden, weshalb die richtige, andauernde Pflege eine weitere, wichtige Rolle im Leben von Menschen mit Neurodermitis spielt.

     

    B12 Creme bei chronisch trockener, entzündeter und juckender Haut

    Die Behandlung von Neurodermitis mit der B12 Creme wirkt auf zwei Ebenen: Der Funktionsstoff Vitamin B12 hemmt die Entzündung und lindert somit den Juckreiz. Gleichzeitig sorgen Lipide und natürliche Feuchtigkeitsfaktoren dafür, dass die Hautbarriere wieder aufgebaut wird. Die B12 Creme beugt so weiteren Schüben der Neurodermitis vor.

    Die B12 Creme ist kortisonfrei und eignet sich gut für eine schonende Basisbehandlung bei chronisch entzündeter und juckender Haut.

    B12 Akut Gel bei akut nässender, entzündeter und juckender Haut

    Nässende Hautstellen, wie sie häufig in akuten Phasen der Neurodermitis auftreten, sollten nicht mit fettenden Cremes behandelt werden. Das Mavena B12 Akut Gel ist ein feuchtigkeitsspendendes, lipidfreies Gel, welches speziell für die Behandlung dieser akuten Hautveränderungen entwickelt wurde. Wie die B12 Creme enthält es den entzündungshemmenden Wirkstoff Vitamin B12. Das Gel sollte solange angewendet werden, bis die Haut an den betroffenen Stellen nicht mehr nässt – anschliessend kann die Mavena B12 Creme verwendet werden.

    Das B12 Akut Gel ist kortisonfrei und eignet sich gut für eine schonende Basisbehandlung bei akuten Hautveränderungen.

    Mavena Produkte bei Neurodermitis

    • Bei juckender Haut

      B12 Lotion

      Dermokosmetikum

      Die B12 Lotion zur täglichen Ganz-
      körperpflege bei trockener, juckender Haut.

    • Bei juckender Haut

      B12 Gesichtscreme

      Dermokosmetikum

      Die B12 Gesichtscreme beruhigt und schützt gereizte Haut, die zu Juckreiz und Rötungen neigt.

    • Bei sehr trockener Haut

      Hydro-
      duschgel

      Für sehr trockene und schuppende Haut. Reinigt mild.

    • Bei juckender, trockener Kopfhaut

      Shampoo

      Für juckende und trockene Kopfhaut. Reinigt sanft und beruhigt. Spendet Feuchtigkeit.

    • Bei juckender, trockener Kopfhaut

      Kopfhaut-
      fluid

      Für juckende und trockene Kopfhaut. Beruhigt sofort. Spendet langanhaltend Feuchtigkeit, ohne zu kleben.

      Alle Mavena-Produkte können Sie online bei unseren Partnern bestellen:

      LOGO_ShopApotheke_Mavena
      LOGO_Medpex_Mavena
      LOGO_DocMorris_Mavena
      LOGO_ApoTal_Mavena
      LOGO_MediPerKlick_Mavena